Katzenbabys kaufen

Sie möchten Katzenbabys kaufen – oder vielleicht auch nur eines. Genau das ist bereits eine der Fragen, die im Vorfeld eine Rolle spielen. Denn bevor ein Kitten (oder eben auch zweites) einzieht, gibt es eine ganze Reihe Dinge zu klären. Beantworten Sie für sich die untenstehenden Punkte schonungslos ehrlich. Nur, wenn die Voraussetzungen stimmen, kann die Katze-Mensch-Beziehung auch richtig glücklich sein.

Eine Bindung für das Leben

Natürlich binden Sie sich nicht für die Dauer eines Menschenlebens, aber für die Länge eines Katzenlebens im Idealfall schon. Und das kann je nach Rasse und Gesundheitszustands des Tieres auch mehr als 20 Jahre sein. Viele zukünftige Katzenbesitzer bedenken nicht, dass sich in solch einer Zeitspanne das eigene Leben womöglich in einer vollkommen anderen Phase befindet. Als Gedankenspiel hilft es, sich 20 Jahre zurückzuversetzen. Damit bekommen Sie ein Gefühl, wie lange dieser Zeitraum ist. Vor diesem Hintergrund sollten Sie die folgenden Fragen durchgehen, wenn Sie Katzenbabys kaufen wollen.

Katzenbabys kaufen – Checkliste

Mit dem Kauf eines Katzenbabys übernehmen Sie Verantwortung für ein Tier. Selbst wenn Ihre Katze nicht das biblische Alter von mehr als 20 Jahren erreichen sollte, werden Sie eine lange Zeit miteinander verbringen. Sie sollten sich daher Folgendes gut überlegen:

Gibt es Allergiker in Ihrer Familie?

Beginnen wir mit dem absoluten Ausschlusskriterium: Reagieren Sie selbst oder ein anderes Familienmitglied allergisch auf Katzen? Selbst bei einer nur leichten Allergie sollten Sie Abstand davon nehmen, Katzenbabys zu kaufen. Leben die Tiere erst einmal ständig im Haushalt, kann sich die Allergie nämlich dramatisch steigern. Ernste gesundheitliche Folgen, vor allem bei einer Entwicklung von Asthma, sind nicht auszuschließen. Ersparen Sie sich in diesem Fall dem Kätzchen und sich selbst viel Kummer: lieber von Anfang an keine Katze als sie nach einiger Zeit wieder abgeben zu müssen.

Es kann allerdings auch passieren, dass jemand plötzlich auf Katzenhaare allergisch reagiert, obwohl er seit Jahren eine Katze besitzt. Zum Glück gibt es einige Behandlungsmethoden, die manchmal zum Erfolg führen. Welche das sind, lesen Sie beispielsweise unter Netdoktor.de.

Sind alle mit der Anschaffung eines Katzenbabys einverstanden?

Kinder lieben Katzenbabys. Kein Wunder, dass da schnell der Wunsch entsteht, selbst eines zu Hause zu haben. Aber: Aus Kitten werden große Katzen, und erfahrungsgemäß lässt auch die Begeisterung der Kinder für den tierischen Familiennachwuchs mit der Zeit nach – zumindest die Bereitschaft, sich an der Arbeit zu beteiligen. Bürsten, Füttern, Katzenklo reinigen oder zum Tierarzt gehen bleibt meistens an den Erwachsenen hängen.

Nicht nur aus diesem Grund, ist es um so wichtiger, dass alle im Haushalt Katzen mögen. Schließlich gibt es nur ein harmonisches Miteinander von Mensch und Tier, wenn sie sich sympathisch sind. Wird die Katze von manchen Familienmitgliedern abgelehnt, kann sie sich nicht wohlfühlen. Deswegen sollten alle mit dem Kauf von Katzenbabys einverstanden sein und sich darauf freuen.

Haben Sie genügend Zeit für Ihr Kitten?

Gut, eine Babykatze benötigt weniger Zeit als ein Hundewelpe, aber ganz allein kommt sie auch nicht klar. Gerade in der Eingewöhnungszeit kann sie zwar hin und wieder einige Stunden auf sich gestellt sein, keinesfalls aber einen ganzen Tag. Bedenken Sie dabei, dass einem Tierbaby ein paar Minuten schon wie Stunden vorkommen können. Es sollte also die meiste Zeit jemand aus der Familie zu Hause sein.

Dabei genügt es allerdings nicht, einfach nur anwesend zu sein. Kitten brauchen Zuwendung und Beschäftigung. Fühlen sie sich vernachlässigt, können Verhaltensauffälligkeiten auftreten. Allen Bedürfnissen der Katze gerecht zu werden, ist nicht immer einfach. Probleme ergeben sich besonders in Singlehaushalten. Ist der Katzenbesitzer berufstätig, verbringt die Samtpfote oft viel Zeit allein. Außerdem ist eine einzelne Person für alle anstehenden Arbeiten zuständig. Auch ein Haustier kann jederzeit krank werden und mehr Zeit beanspruchen.

All diese Punkte gilt es einzubeziehen, um sich die Frage zu beantworten: Habe ich beziehungsweise haben wir genügend Zeit für ein Katzenbaby?

Sind Sie bereit für Veränderungen und etwas Unordnung?

Katzen sind anmutige Tiere, die sich meistens sehr umsichtig bewegen. Es geht deshalb erstaunlich wenig zu Bruch. Das trifft allerdings nur auf erwachsene Tiere, nicht auf Babys zu. Die verschätzen sich noch bei Höhen und Weiten, wollen zudem vieles testen. Fällt beispielsweise die Vase wirklich klirrend auf den Boden, wenn man sie mit dem Pfötchen bis an den Rand der Tischplatte schiebt? Was leicht kaputtgehen kann, muss also weggeräumt werden.

Dafür müssen Sie anderes in Ihre Wohnung aufnehmen, das sich unter Umständen nicht so dekorativ ausnimmt. Da ist allem voran der Kratzbaum, der später für die ausgewachsene Katze schon etwas größer ausfallen sollte. Mieze schätzt es gar nicht, wenn der irgendwo in einer dunklen Ecke steht. Ein Platz im Wohnzimmer ist deshalb gefragt – oder zumindest ein Platz, wo die Katze das Geschehen im Blick hat. Näpfe und Katzentoilette müssen zwar nicht so prominent, aber gut erreichbar plaziert werden.

Zudem müssen Sie sich von Ihrer bisherigen Ordnung verabschieden. Katzenhaare verteilen sich in der Wohnung und bleiben an der Kleidung haften, bevorzugt da, wo man sie am auffälligsten sieht. Das eine oder andere Geschäft kann am Anfang ein bisschen daneben gehen. Und dann lässt sich auch nie ausschließen, dass ein Katzenbaby trotz mondänem Kratzbaum nicht auch an anderer Stelle die kleinen Krallen schärft.

Weitere Punkte und andere Aspekte finden Sie unter Katzenbabys aufziehen – Voraussetzungen.

Wie wollen Sie die Katze(n) halten?

Verfügen Sie lediglich über eine kleine Wohnung ohne Balkon, beantworten sich die folgenden Punkte praktisch von selbst. In diesem Fall müssen Sie überlegen, ob überhaupt genügend Platz für einen tierischen Mitbewohner vorhanden ist. Für alle mit mehr Spielraum stellen sich diese beiden Fragen:

Soll Ihr Katzenbaby Stubentiger werden oder in gesicherten Freigang?

Dürften die Katzen selbst entscheiden, würden sie sich wohl – abgesehen von ein paar überängstlichen Tieren – immer für den Freigang entscheiden. Auch wenn bei Rassekatzen der Freiheitsdrang nicht so stark ausgeprägt ist wie bei Hauskatzen: Alle sind neugierig und würden unter bestimmten Voraussetzungen gerne die Welt da draußen erkunden. Leider lauern dort aber auch allerlei Gefahren. Besitzer von Freigängern zittern oft genug, ob ihre Schützlinge auch immer wieder wohlbehalten zurückkommen.
Die Ideallösung, um der Erkundungsfreude der Katzen und dem Sicherheitsbedürfnis der Halter gleichermaßen gerecht zu werden, ist der gesicherte Freigang.
Am besten haben die Samtpfoten einen eingezäunten Garten mit vielen Kletter- und Spielmöglichkeiten für sich. Das ist natürlich nicht für alle Katzenbesitzer machbar. Auch ein gesicherter Balkon und eine Wohnung mit ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten sichern dem Stubentiger ein gutes Leben in der Gemeinschaft seiner Menschen.

Zwei, drei Katzenbabys kaufen oder nur eines?

Katzen sind Gesellschaftstiere. Sie wollen gerne mal für sich sein, brauchen aber auch Ansprache, Beschäftigung und Kuscheleinheiten. Wie groß diese Bedürfnisse ausfallen, hängt von der Persönlichkeit der einzelnen Katze ab. Auf der relativ sicheren Seite sind sie, wenn Sie zwei Kätzchen aus einem Wurf zu sich holen. Die kennen sich von Geburt an und sind im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander eingespielt.
Entscheiden Sie sich für eine Einzelkatze, sollten Sie wirklich dauerhaft viel Zeit für sie aufbringen können. Im Bedarfsfall lässt sich auch zu einem späteren Zeitpunkt mit einer Zweitkatze vergesellschaften. Achten Sie darauf, dass Sie sich zu einem Heißsporn nicht ein weiteres Temperamentbündel ins Haus holen. Das kann zu Konflikten führen. Entscheiden Sie sich lieber für eine Katze, die mit ihrem ausgeglichenen Charakter einen ruhigen Gegenpol bildet.
Bei zwei oder noch mehr Katzen summieren sich allerdings auch die laufenden Kosten wie Futter, Katzenstreu und Tierarztbesuche.

Wo möchten Sie Ihre Katzenbabys kaufen?

Eine Katze ist kein Gegenstand, den man versucht, möglichst billig irgendwo zu erhalten. Gleichwohl bekommen Sie Hauskatzen aus Zufallspaarungen gegen eine geringe Schutzgebühr. Da müssen Sie sich in den meisten Fällen selbst um Impfungen und Untersuchungen kümmern, doch die Tiere sind oft sehr robust.

Ganz anders sieht es jedoch mit Rassenkatzen aus. Der Kaufpreis ist je nach Rasse und Qualität der Kätzchen entsprechend hoch. Das nutzen skrupellose Geschäftemacher aus und bieten Katzenbabys aus zweifelhafter Haltung zum Schnäppchenpreis an. Dabei treten diese Verkäufer oft sympathisch auf. Aber damit Sie zu 100 Prozent sicher sein können, dass Sie ein gesundes Katzenbaby kaufen und nicht extrem hohe Folgekosten haben, sollte der Verkäufer nicht nur nett, sondern auch ein seriöser Züchter sein. Diesen erkennt man unter anderem daran, dass er Mitglied in einem Katzenverein wie beispielsweise dem Felidae e.V. ist.

Seriöse Züchter finden Sie in unserem Züchterverzeichnis.

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